Selbst Mord – intelligent und auf Staatskosten realisiert

Selbst Mord - intelligent und auf Staatskosten realisiert Mord ist kein einfaches Unterfangen, Selbstmord noch viel weniger. Ab und an kommt Meister Zufall zu Hilfe. Mit ein wenig Intelligenz begabt, der richtigen Kombinationsgabe und dem entschiedenen Willen seinem elenden Leben ein Ende zu bereiten, bietet der Staat seit neustem ganz verblüffende Möglichkeiten, solche Vorhaben öffentlichkeitswirksam zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Nur zu gut ist bekannt, dass sich viele Leute bis aufs Letzte wehren, selbst Hand an sich zu legen, außer vielleicht zu noch befriedigenderen Dingen. Mit ein wenig Abstraktionsvermögen sollte es uns gelingen, den in der Überschrift ausgelobten Weg zur Seligwerdung hinreichend zu skizzieren.

Wir bedienen uns dazu lediglich einiger wahrzunehmender Auffälligkeiten, die im Zusammenhang mit dem seit Jahren laufenden NSU Prozess unstreitig zu verzeichnen sind. Dieser Beobachtung zufolge steigt die Ablebenswahrscheinlichkeit um ein Unendliches, wenn man sich als Zeuge für diesen Prozess meldet und eine Einladung zum NSU-Untersuchungsausschuss erhält. Interessanterweise bekommt man damit noch nicht die finale Garantie tatsächlich abgelebt zu werden, aber die Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich sehr viel höher, was bislang mehrfach bewiesen wurde. Staatliche Garantien dazu kann es an dieser Stelle in verbriefter Form nicht geben, denn sie widersprächen einigen grundlegenden Verheißungen aus dem Grundgesetz. Letzteres schmälert nicht die Erfolgsaussichten, lediglich die offizielle Garantie.

Selbst Mord - intelligent und auf Staatskosten realisiertSo berichtet Heise an dieser Stelle von den signifikanten Auffälligkeiten „rund ums Sterben für den NSU“. In dem Artikel wird das alles recht sonor und wenig angsteinflößend erläutert, warum man als Zeuge in dem Fall von einer höheren Ablebenswahrscheinlichkeit betroffen ist. Wer sich also diese Signifikanz zunutze machen möchte, vorausgesetzt dies stimmt mit seinen grundlegenden Ablebenszielen überein, ist herzlichst eingeladen sich dort als Zeuge anzumelden. Nicht jedermann kann dabei der blinden Justitia direkt ins Messer laufen.

Von Vorteil dürfte noch die Beifügung einer schönen Geschichte sein, die den gesamten NSU Komplex in einem bislang wenig bekannten Licht erscheinen lässt. Mit ergänzendem Fingerspitzengefühl lässt sich auch eine besondere Behandlung erwirken. So kann man sein Ableben per „Myelodysplastischem Syndrom“ bewirken, oder aber durch einen plötzlichen Zuckerschock „feiern“. Gern genommen werden auch Spontanverbrennungen oder plötzliche Lungenembolien.

Selbst wenn sich der Aspirant wunschlos glücklich dem NSU-Untersuchungsausschuss offenbart, findet Gott für seine gerechte Justiz schon einen relativ flotten Weg den Probanden zu sich zu holen, sie Bild oben. Das erinnert ein wenig an das Siegel einer amerikanischen Spezialeinheit, die damit wirbt, dass Gott ihre Feinde richten wird, sie selbst lediglich dafür zuständig seien das Treffen zu arrangieren. Das könnte also übertragenem und erweitertem Sinn auch auf diese NSU-Angelegenheit zutreffen. Selbstredend ohne dass es Belege dafür gibt, wer diese Arrangements hier auf Erden so vollendet zur Ausführung bringt. Damit verbleibt das Mysterium im Bereich der göttlich-geheimdienstlichen Geheimniskrämerei. Auch das muss den Effekt für den Ablebenswilligen nicht mindern.

Besonders viel Tamtam wird bei der Todesursache ohnehin nicht gemacht. Ein kurzer Augenschein genügt in der Regel und die sterbliche Hülle wird zeitnah dem Krematorium anvertraut. Der Rest ist Asche. Einzig Abstriche muss man beim Totenschein machen. Hier will wohl keiner seine Unterschrift druntersetzen und so wissen wir eigentlich vom Ableben nur mehr durch Hören-Sagen. Genaueres weiß man bekanntlich nicht. Handwerkliche Fehler kommen so zumindest nicht ans Tageslicht, was die anhaltend positive Presse dazu erklärt. So dürfte der NSU-Untersuchungsausschuss auch einer der wenigen Ausschüsse sein, die kein befristetes Ende haben – womöglich überlebt er die nächsten 2-3 Bundesdarsteller*innen. Solange sich die ablebenden Zeugen mehrheitlich aus der Generation 20+ rekrutieren, wundert sich hierüber auch niemand ernsthaft.

Die Vorzüge liegen auf der Hand. Man muss nicht selber Hand an sich legen. Es ist besonders preisgünstig und der Proband kann seelenruhig seiner Wege gehen. Niemals muss er sich ängstigen, denn es wird denjenigen Treffen wie der göttliche Blitz aus heiterem Himmel. Wer auch immer hier auf Erden den geheimnisvollen Blitz zur Anwendung bringt. Um den Willigen unter den Lesern noch mehr Mut zu machen, darf gesagt werden, dass die Ablebenswahrscheinlichkeit mit der Zustellung des Termins zur Zeugeneinvernahme noch einmal signifikant steigt. Fachleute sprechen gar schon von „Todesurteil„, was ja für den Willigen kein Problem darstellt.

Sollte ihnen diese „Selbst Mord ist drin„-Methode zu rechtsradikal erscheinen, wofür jederzeit Verständnis aufgebracht wird, haben wir zurzeit leider keine passenden Alternativen für Sie. Der zu vermelde Erfolgsfall wäre heute zu begutachten gewesen, im Rahmen der 48./49. Sitzung des Untersuchungsausschuss des Bundestages. Im Rahmen des sozialverträglichen Frühableben gibt es ähnlich staatlich geförderte Wege, die sind aber lange nicht so spektakulär und atemberaubend wie der hier aufgezeigte Fall. Aufgrund der Auffälligkeiten beim Ableben von NSU-Zeugen ist Ihnen hier inzwischen ein medienwirksamer Platz nebst würdigem Nachruf gesichert. Machen sie etwas daraus, legen sie ihre Geschichte dem NSU-Untersuchungsausschuss vor. Wir drücken die Daumen!

Kontakt:
Deutscher Bundestag
3. Untersuchungsausschuss
Platz der Replik 1a
11011 Berlin

Telefon: +49 (0)30 227 33480
Fax: +49 (0)30 227 36278
E-Mail: 3.ua@bundestag.de

Disclaimer:

Hier gibt es weitere sachdienliche und äußerst wichtige Hinweise zum Thema Selbstmord! Es nutzt vermutlich nichts – ähnlich dem Hamburger-Link-Urteil – aber schaden kann’s auch nicht. Daher versichern wir hiermit als StaatsZeugen, zur fraglichen Zeit nicht in Heilbronn gewesen zu sein und schon gar nicht nüchtern. Als Zeugen haben wir nichts gesehen und gehört. NSU ist für uns eine Automarke und auch sonst haben wir ein signifikant schlechtes Gedächtnis. Viel mehr halten wir es mit der politischen Weisheit: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

StaatsZeuge
Über StaatsZeuge 41 Artikel
Als StaatsZeuge habe ich das Schwert zur Feder gemacht und bezeuge fortan den Untergang des Staates. Gleichwohl verstehe ich mich auch als ErZeuger eines neuen Staates, sobald das Volk fähig ist, sich von seinen Fesseln zu befreien. Dabei bin ich keine gespaltene, sondern eine multiple Persönlichkeit. Team- und Patchwork ist das Wesen meiner UN-Taten.

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